Warum sind Heizkörper normalerweise
nur oben warm?


Das erhitzte Wasser wird oben in den Heizkörper gepumpt. Darin fließt es langsam nach unten und dann zum Heizkessel zurück, wo es wieder erwärmt wird.
Während das Heizungswasser durch den Heizkörper läuft, gibt es seine Wärme an den Raum ab und wird dabei kühler.
Deshalb fühlt sich der Heizkörper auch um so kälter an, je weiter unten Sie ihn anfassen.
Das ist der bestmögliche und "normale" Fall.



Warum gibt es aber manchmal Heizkörper, die bis unten warm sind?
Das passiert, wenn der Durchlass im Ventil zu groß ist. Dann läuft das Wasser schneller als geplant durch den Heizkörper nach unten und kommt dort an, bevor es seine Wärme an den Raum abgegeben hat. Gleichzeitig werden andere Heizkörper möglicherweise gar nicht warm.
Abhilfe: Einbau von Thermostatventilen mit Voreinstellung. Das heißt, jeder Heizkörper bekommt so viel Wasser, wie er braucht. Auf diese Weise wird das Wasser gleichmäßig auf die vorhandenen Heizkörper verteilt (Das Fachwort dafür lautet: hydraulischer Abgleich).

Eine Heizungsanlage wird (nach DIN EN 12831) so berechnet, dass man bei einer Außentemperatur von -12 Grad eine Raumtemperatur von 20 Grad erreicht. Die Regelung wird so eingestellt, dass entsprechend der Außentemperatur immer diese 20 Grad im Wohnraum (und im Bad 24 Grad) erreicht werden.

Schlussfolgerung: Erschrecken Sie also nicht, wenn der Heizkörper "unten nicht heiß" ist. Wichtig ist, dass die Raumtemperatur 20°C (und 24°C im Bad) erreicht. Wenn das der Fall ist, brauchen Sie sich um den Heizkörper keine Sorgen zu machen.

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